James Backhouse und George Washington Walker als Protagonisten der öffentlichen Debatte um die Reform des Strafvollzugs im kolonialen Australien

Abstract

Als Alexander Maconochie am 20. Mai 1837 seinen Bericht über die Situation des Strafvollzugs an John Franklin, den Lieutenant-Governor der Kolonie Van-Diemens-Land, übersandte, formulierte er eine scharfe Kritik des damaligen Strafsystems. Sein "Report on Convict Discipline" wurde zu einem zentralen Text der parlamentarischen Debatten um die Deportation von Sträflingen in den 1830er und 1840er Jahren. In seinem Bericht bezog Maconochie sich auf die Darstellungen zweier Quäker, James Backhouse und George Washington Walker, die als "travellers under concern" die Kolonie ebenfalls besucht und gleichfalls die Situation der Strafgefangenen sowie des Strafsystems erforscht hatten. Ausgehend von der Kritik eines Mitgliedes der lokalen Quäkergemeinde, Maconochie habe die Schriften seiner Glaubensbrüder ungerechtfertigt politisiert, lotet der Beitrag die Rolle der beiden genannten Geistlichen als "Protagonisten der Öffentlichkeit" in Kolonie und Metropole kritisch aus.

Empfohlene Zitierweise
Eva Bischoff, James Backhouse und George Washington Walker als Protagonisten der öffentlichen Debatte um die Reform des Strafvollzugs im kolonialen Australien: Abstract, aus: Gudrun Gersmann, Friedrich Jaeger, Michael Rohrschneider (Hg.), Virtuosen der Öffentlichkeit? Friedrich von Gentz (1764-1832) im globalen intellektuellen Kontext seiner Zeit, in: historicum-estudies.net,
URL: http://www.historicum-estudies.net/epublished/virtuosen-der-oeffentlichkeit/die-anglophone-welt/james-backhouse-und-george-washington-walker-als-protagonisten-der-oeffentlichen-debatte-um-die-reform-des-strafvollzugs-im-kolonialen-australien/abstract/ (Datum des letzten Besuchs).

Erstellt: 12.04.2016

Zuletzt geändert: 08.07.2016