Leitfaden für das Studium der Mittelalterlichen Geschichte

Paläographie

Stefanie Menke

Paläographie ist die Historische Hilfswissenschaft, die sich mit alten Schriften beschäftigt. Entstanden ist sie parallel zur Diplomatik und diente dazu, Echtheitsfragen an Quellen zu klären. Kenntnisse der Paläographie sind die Grundvoraussetzung, um mit nicht-edierten Quellen, die den quantitativ größten Teil ausmachen, arbeiten zu können. Den ersten Schritt bildet die Fähigkeit, die alten Schriften lesen zu können. Darüber hinaus werden Handschriften mittels der Paläographie auch räumlich und zeitlich eingeordnet und unter kulturhistorischen Fragestellungen untersucht. Neben der Paläographie des Mittelalters, die hier im Mittelpunkt stehen soll, gibt es auch eine Paläographie der Neuzeit, denn viele Handschriften – bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts – sind heute nicht mehr ohne Weiteres für jeden lesbar. Paläographische Grundkenntnisse werden deshalb von allen Historikern, insbesondere aber von Mediävisten, erwartet.

Empfohlene Zitierweise
Stefanie Menke, Paläographie, in: historicum-estudies.net,
URL: http://www.historicum-estudies.net/etutorials/leitfaden-mittelalter/palaeographie/?L=0 (Datum des letzten Besuchs).

Erstellt: 12.06.2017

Zuletzt geändert: 13.06.2017