Tutorium Augustanum

Epigraphik

Die Bezeichnung "Epigraphik" leitet sich ab von griechisch πιγραφ (epigraphé, "Aufschrift"). In erster Linie wird man hier an in Stein gemeißelte Inschriften denken, doch der Gegenstand der Epigraphik reicht weiter: Das beginnt bereits damit, dass wir uns die meisten antiken Inschriften farbig bemalt vorstellen müssen – schon aus Gründen der Lesbarkeit. Die Ausmalung der eingemeißelten Schriftzeichen wurde teilweise zu Korrekturen und Zufügungen benutzt, manchmal wurden Texte auf den Stein oder die Wand aufgemalt. Epigraphik also nur auf gemeißelte Inschriften zu beschränken, griffe zu kurz. Wenn aber auch andere Schreibmethoden Gegenstand der Epigraphik sind, ist auch eine Festlegung hinsichtlich des Beschreibstoffes wenig sinnvoll. Zu denken ist hier neben Stein an:

Die Abgrenzung zu Papyrologie (z. B. Holztafeln) und Numismatik (tesserae) ist teilweise problematisch. Die Epigraphik ist noch mehr als Numismatik und Papyrologie auch personell mit der althistorischen Forschung verknüpft.

Empfohlene Zitierweise
Andreas Hartmann, Tutorium Augustanum: Epigraphik, in: historicum-estudies.net,
URL: http://www.historicum-estudies.net/etutorials/tutorial-alte-geschichte/epigraphik/ (Datum des letzten Besuchs).

Erstellt: 24.04.2014

Zuletzt geändert: 15.01.2017