Tutorium Augustanum

Systematisches Bibliographieren

Das systematische Bibliographieren besteht vor allem in der Konsultation einschlägiger Fachbibliographien. Im Bereich der Altertumswissenschaften stehen diese mittlerweile alle in elektronischer Form zur Verfügung, so dass sich das tagelange Blättern in schweren Bänden erübrigt. Wichtig ist, aufbauend auf den durch die Erstinformation gewonnenen Kenntnissen eine möglichst vollständige Stichwortliste für die Suche in Bibliothekskatalogen, Literatur- und Volltextdatenbanken zu entwickeln. Zu bedenken ist dabei stets, dass bei einer Stichwortsuche im Gegensatz zur Schlagwortsuche immer unterschiedliche Sprachformen zu berücksichtigen sind, also z. B.: Kyrene ~ Cyrene ~ Cyrène ~ Cirene. Oft hilft schon das ohnehin empfehlenswerte Trunkieren des Wortstammes. Eine Suche nach "touris*" findet dann etwa: "tourismus", "tourism", "tourisme", "touristisch", "touristique" usw. Eigens zu suchen wäre aber immer noch nach "turismo"!

Eine weitere effiziente Methode der Literaturrecherche ist das Erstellen von Personalbibliographien: Wenn Sie wissen, dass ein Autor einmal zu einem bestimmten Thema gearbeitet hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass er zu diesem Bereich noch mehr publiziert hat. Eine Überprüfung ist über die Personenindices der großen bibliographischen Fachdatenbanken leicht möglich.

Empfohlene Zitierweise
Andreas Hartmann, Tutorium Augustanum: Systematisches Bibliographieren, in: historicum-estudies.net,
URL: http://www.historicum-estudies.net/etutorials/tutorial-alte-geschichte/sekundaerliteratur/bibliographieren/systematisches-bibliographieren/?L=0 (Datum des letzten Besuchs).

Erstellt: 24.04.2014

Zuletzt geändert: 22.05.2015