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Mitschriften erstellen und organisieren

Patrick Pelinski

Ausstattung zur Erstellung von Mitschriften

Neben der klassischen Vorgehensweise, Mitschriften mittels Stift und Papier anzufertigen, bietet sich auch die digitale Mitschrift an. Ob Sie dabei auf ein Notebook oder Tablet zurückgreifen ist Geschmackssache. Tablets wird nachgesagt, dass sie leichter, langläufiger und leiser als Notebooks seien. Es gibt aber auch genauso gut Notebooks, auf die diese Eigenschaften zutreffen. Dazu gehören etwa Subnotebooks, Ultrabooks oder Netbooks – letztere sind zwar am günstigsten, die Arbeit mit solchen Geräten kann aber schnell ernüchternd sein, da die Leistung aufgrund der Kompaktheit und Preisklasse im niedrigsten Bereich angesiedelt ist. Zur Mitschrift eignen sich klassische Text- oder Notizanwendungen. Wenn Sie neben den schriftlichen Notizen auch gerne Diagramme zeichnen oder über Pfeile auf Querverweise hinweisen möchten, sollten Sie auf einen Digitalen Stift (Notebook, PC) bzw. einen Stylus (Tablets) zurückgreifen – diese verhalten sich so, als würden Sie mit einem echten Stift auf Papier schreiben. Sofern Ihr Professor bzw. Dozent es erlaubt, könnten Sie auch ein Aufnahmegerät mitbringen und Ihre Mitschriften später zuhause in aller Ruhe anfertigen. Dafür empfiehlt es sich, das Aufnahmegerät direkt beim Lehrenden abzulegen, um eine bestmögliche Qualität zu erhalten.

Dateiablage

Machen Sie sich zu Beginn Ihres Studiums klar, wie Sie Ihre Dokumente und Dateien strukturieren und ablegen wollen. Sofern Sie Ihre Dateien selbst verwalten möchten, haben sich Ordnerstrukturen bewährt, die ein rasches und eindeutiges Wiederfinden bestimmter Dateien ermöglichen, z.B. Studium\Sommersemester 2015\Einführungsvorlesung Mittelalter\2015-06-03-Mitschrift-Vorlesung.docx. Alternativ können Sie Dokumentenverwaltungssysteme einsetzen, die das für Sie übernehmen (z.B. DEVONthink für Mac [1] oder eine plattformübergreifende Lösung wie LogicalDOC). Richten Sie sich anschließend direkt ein Backup ein, damit Sie sich zukünftig nicht mehr darum kümmern müssen (siehe Datensicherung).
 

Digitalisierung

Analoge Mitschriften müssen nicht zwangsläufig abgetippt werden, um sie etwa später weiterzuverwenden oder anderen zugänglich zu machen. Mit Hilfe eines Scanners können Sie Texte aller Art einscannen und per OCR-Texterkennung (geeignete Software vorausgesetzt) in ein bearbeitbares Format übertragen. Handschriftlicher Text wird dann entsprechend der Qualität und Lesbarkeit umgewandelt. Wenn Sie lediglich eine digitale Kopie wollen, brauchen sie kein OCR – der Scanner wandelt Ihr Dokument in ein PDF um.

Dokumentenverwaltungssysteme

Üblicherweise legen Sie Dokumente aller Art in einer strukturierten Ordnerablage ab. Wenn Sie aber nicht nur Ihre Dateien, sondern auch Ihr Studium digital strukturieren möchten, empfiehlt sich der Einsatz eines Dokumentenverwaltungssystems (siehe Dateiablage). Systeme dieser Art erlauben es Ihnen, Dokumente unterschiedlicher Typen unter einem gemeinsamen Nenner zusammenzulegen und mit Tags (Metadaten) zu versehen, über welche Sie Dokumente jederzeit wiederfinden können (zum Beispiel würden Sie mit Hilfe des Stichwortes Leitfaden direkt alle Leitfaden zum Studium wiederfinden, unabhängig an welchem Ort Sie diese gespeichert haben oder ob Sie vergessen haben, wie der Dateiname war). Mit geeigneten Scannern können Sie solche Systeme auch automatisiert ablaufen lassen, indem Ihr Scanner eingehende Dokumente automatisch an die verarbeitende Software schickt und direkt kategorisiert und einsortiert. Neben dem Verwendungszweck für das Studium eignen sich Dokumentenverwaltungssysteme auch bevorzugt zur Digitalisierung Ihres privaten Schriftwechsels.

Anmerkungen

[1] Emily VanBuren: Building a Research Database with DEVONthink Pro Office, url: https://www.insidehighered.com/blogs/gradhacker/building-research-database-devonthinkpro-office (besucht am 30.10.2014).