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Epochengrenzen / Periodisierung

Die folgende Gliederung soll zum einen verdeutlichen, dass die griechisch-römische Geschichte nicht zwei aufeinander folgende Ereignisketten darstellt, sondern dass griechische wie römische Geschichte parallel und in ständiger Interaktion miteinander zu verstehen sind. Die dargestellten Epochengrenzen sollten daher nur auf den jeweiligen Kulturraum bezogen werden. Wichtig ist, dass es sich um moderne, von der Forschung erstellte (Sinn-) Einheiten handelt, die von Menschen in der Antike so nicht wahrgenommen worden sein müssen. Die Einschnitte zwischen historisch zusammenhängenden Einheiten bilden bei diesen Konstruktionen in der Regel Einzelereignisse: So wird etwa seit J.G. Droysen der Begriff ‚Hellenismus‘ als Epochenbegriff für die Zeit von Alexander dem Großen sowie der Diadochen und Epigonen bis zum Ende des ptolemäischen Reiches gebraucht. Epochengrenzen sind daher keine definitiven Trennlinien. Niemand schlief abends in der Hohen Kaiserzeit ein und wachte am nächsten Tag in der Spätantike wieder auf! Epochengrenzen sind vielmehr Hilfsmittel der Forschung, um den Beginn neuer historischer Entwicklungen anzuzeigen. Je nach Fragestellung können sie unterschiedlich ausfallen.

Die hier vorgestellte Periodisierung dient daher v. a. der Verständigung über gewisse Phänomene, der Unterteilung sonst völlig unübersichtlicher Zeiträume und ist durch den geographischen Kulturraum des Mittelmeeres (Griechenland / Italien) geprägt. So werden die ‚Alten Reiche‘ wie das Pharaonische Ägypten oder Mesopotamien, deren Schriftlichkeit (Keilschrift, Hieroglyphenschrift) bereits um ca. 3200 / 3150 einsetzte, ausgeblendet.